Das U19 Frauen-Nationalteam steht kurz vor dem historisch ersten EM-Halbfinale der Frauen-Nachwuchsnationalteam-Geschichte. Gegner morgen Abend zur Primetime im Grbavica Stadion von Sarajevo (20:00 Uhr, live auf ORF Sport+) ist Deutschland.
Die ÖFB-Elf von Teamchef Markus Hackl will die EM-Reise nach einer erfolgreichen Gruppenphase auch gegen die Nachbarinnen aus Deutschland fortsetzen und glaubt bei seiner dritten U19-EM-Teilnahme auch gegen die sechsfachen Europameisterinnen aus Deutschland an seine Chance.
„Wir müssen an unserer grundsätzlichen Idee nicht viel ändern, sondern wollen genauso spielen, wie wir in den anderen Spielen, sprich Druck zu erzeugen und Deutschland zu Fehlern zwingen. Einen Finaleinzug hat es im Frauen-Nachwuchs noch nie gegeben. Das wäre eine historische und zugleich sehr coole Sache“, so Teamchef Markus Hackl nach dem Abschlusstraining in Sarajevo.
Kapitänin Valentina Illinger ergänzt: „Wir haben bisher schon viele überrascht, waren aber selbst immer davon überzeugt, dass wir es können. Dass wir zumindest unter den vier besten Teams Europas sind, ist richtig cool. Ich bin davon überzeugt, dass es noch weiter gehen kann. Morgen bei Fluglicht gegen Deutschland zu spielen ist ein richtig cooler Rahmen für dieses Halbfinale.“
Auch Neo-Köln-Legionärin Alina Kerschbaumer blickt mit großer Motivation auf das Flutlichtspiel morgen Abend im Grbavica Stadion von Sarajevo, wo die Österreicherinnen in der Gruppenphase schon gegen die Schweiz (3:1) erfolgreich waren: „Wir sind alle sehr motiviert. Ein Halbfinale ist natürlich richtig cool, dann auch noch gegen Deutschland. Jede wird alles in dieses Spiel werfen, was sie hat“, so Kerschbaumer.
Valentina Pötzl meint: „Es wird ein sehr intensives Spiel werden, vor allem, weil es das Halbfinale ist und beide ins Finale einziehen wollen. Deutschland spielt nicht gerne gegen uns, das haben wir schon öfter gehört. Aber von uns sind sie die Lieblingsgegner. Sie haben eine spielstarke Mannschaft, aber wir können sie vor Probleme stellen, davon bin ich überzeugt, denn das ist uns phasenweise auch schon gegen Spanien gelungen.“
Unterstützung erhält das U19 Frauen-Nationalteam seit gestern Abend auch vom Teamchef des Frauen-Nationalteams, Lars Søndergaard, der an einen weiteren Erfolg der U19 Frauen glaubt: „Ich habe dieses Team schon längere Zeit verfolgt. Es steckt sehr, sehr viel Potenzial in ihnen. Sie haben sich mit super Leistungen ins Halbfinale gespielt, was für Österreich nicht selbstverständlich ist. Ich erwarte ein enges Spiel auf Augenhöhe, das in beide Richtungen gehen kann. Sie haben sehr viel Selbstvertrauen und ich wünsche mir, dass sie das zeigen können, was sie in den letzten Monaten schon gezeigt haben und es am Ende auch genießen, im Halbfinale zu stehen. Sie haben schon viel erreicht, aber es ist noch mehr möglich.“
Für viele Spielerinnen beider Teams wartet morgen Abend zudem ein Wiedersehen, denn im entscheidenden, letzten Qualifikationsspiel für die U17-EM 2025 im März des Vorjahres konnte das U17 Frauen-Nationalteam mit einem 0:0 gegen Deutschland das EM-Ticket für die Endrunde auf den Färöern sichern.
Vivien Grabenhofer, Emira Makalic, Anna Osl, Alina Kerschbaumer, Valentina Pötzl, Denise Lueger, Katie Richter, Anika Hofschweiger, Piia Willimek, Emily Schäfer und Sara Grabovac gehörten damals zum Aufgebot der U17 Frauen. Für Sara Grabovac ist das Turnier vorzeitig beendet. Die Salzburg-Mittelfeldspielerin fällt mit einer Knieverletzung längerfristig aus.
„Sara ist eine ganz wichtige Spielerin für uns, ihr Ausfall schmerzt natürlich sehr und es ist bitter für sie, dass sie nicht mehr dabei sein kann. Wir werden versuchen, wie schon bei Anna Osl, jetzt auch gerade für sie ins Finale zu kommen“, so Markus Hackl.
Das zweite Halbfinale steigt am Dienstag, 7. Juli 2026 um 16:00 Uhr zwischen Spanien und Schweden im Trainingszentrum des bosnischen Fußballverbandes in Zenica. Das Finale steigt am Freitag, 10. Juli 2026 um 18:00 Uhr im Grbavica Stadion in Sarajevo.
Medieninfo ÖFB